Treppenlift für den Außenbereich


Im Außenbereich können Treppenlifte ebenso wie im Innenebreich einer Immobilie installiert und genutzt werden. Dort sind sie sogar besonders wichtig, da nasse, rutschige, unebene und vereiste Treppen im Vorgarten oder im Garten hinter dem Haus besonders im Winter eine große Verletzungsgefahr darstellen. Häufig befinden sich dort nämlich auch keine Geländer und der Platz für eine Rampe, die nur leicht ansteigend sein darf, um ein Abrutschen zu verhindern, ist in vielen Fällen nicht vorhanden. Aufgrund dessen werden an Hauseingängern und Gartenzugängen im ganzen Land Außenlifte installiert.

Treppenlifte für den Außenbereich sollten UV-beständig und somit gegenüber Farbverblassung aufgrund der Sonneneinstrahlung geschützt sein. Zudem sind sie aus hitze- und feuchtigkeitsresistenten Materialien gefertigt. Dies dient unter anderem dazu, dass der Treppenlift allwettertauglich ist und Nässe wie auch Feuchtigkeit und Hitze übersteht. Deswegen sind Treppenlifte für den Außenbereich zugleich gegen Korrosion geschützt, sodass sie (und übrigens auch die zugehörigen Laufschienen) vor Oxidation geschützt sind. Folglich können Treppenlifte auch problemlos im Außenbereich von Häusern mit Nähe zur Wasserküste genutzt werden. Viele solcher Lifter sind daher aus Aluminium gefertigt oder verzinkt und pulverbeschichtet. Außerdem sind Außenlifter aus wasserabweisendem Oberflächenmaterial gefertigt. Sinnvoll ist auch die Möglichkeit, den Treppenlift abzuschließen. Da sich dieser außerhalb der eigenen vier Wände befindet, ist er somit vor Missbrauch geschützt.

Ein bedeutender Aspekt bei Treppenliften für den Außenbereich ist die Möglichkeit eines Batteriebetriebs. Nicht immer ist eine dauerhafte Stromzufuhr durch geschützte Kabel möglich, weshalb Treppenliftakkus regelmäßig an den entsprechenden Stationen geladen werden müssen. Diese sind entweder unmittelbar am Gerät bzw. den Laufschienen zu finden oder sie müssen regelmäßig persönlich herausgenommen und nach der Aufladung wieder eingesetzt werden. In dieser Hinsicht empfiehlt sich allerdings auch eine verriegelte Antriebselektronik, damit die gesamte Elektronik mitsamt der Akkus und dem Antrieb in einem geschützten Gehäuse untergebracht ist. Dadurch dringt keinerlei Wasser ein, das Kurzschlüsse oder ähnliche ungewünschte Effekte zur Folge haben könnte. Ebenso sind natürlich wasserdichte Schalter und Bedienelemente zu begrüßen. Um den Treppenlift vor Wind und Wetter zu schützen, gibt es für Treppenlifte im Außenbereich gesonderte Schutzhüllen, meist Plastikhauben, die zur Abdeckung dienen.

In der folgenden Auflistung sind die bedeutendsten Modellcharakteristika zusammengefasst:

  • aus wasserabweisenden Materialien gefertigt
  • aus Aluminium oder verzinkt und mit Pulverbeschichtung
  • hitze- und feuchtigkeitsresistent
  • korrosionsgeschützt
  • UV-geschützte Oberflächen
  • besonders gesicherte Stromzufuhr

Selbstredend sollte bei Unwettern, Regenfällen und schweren Gewittern, von der Nutzung des Treppenlifts im Außenbereich abgesehen werden. Zu groß sind die Risiken, dass der elektrisch geladene Antrieb einen Blitz anzieht.

Als Modelle kommen bis auf Deckenlifte grundsätzlich sämtliche Treppenlifter in Betracht, die auch innerhalb von Immobilien in Treppenhäusern montiert werden. Hierzu gehören Hublifte, Sitzlifte und Plattformlifte/Rollstuhllifte. Ungewöhnlich ist die Möglichkeit, Treppenlifte an den Hauswänden zu installieren, um außen entlang der Hauswand die Stockwerke über einen Lifter wechseln zu können. So können beispielsweise Balkonzugänge genutzt werden, wobei die Bausubstanz im Hausinneren dadurch geschont wird. Man kann diese Variante mit klassischen aufzgen vergleichen, da eine aufwendig errichtete Röhre in diesen Fällen oftmals ebenfalls installiert wird, um den Lifter vor äußeren Widrigkeiten zu schützen. Trotz allem bedeutet diese Variante einen sehr hohen Montageaufwand, was mit hohen Kosten einhergeht.

Die Kosten für Außenlifte sind aufgrund der zahlreichen technischen Besonderheiten, die einen Mehraufwand bei der Geräteentwicklung durch die Treppenlifthersteller erfordern, generell höher als bei Liftern, die für den Innenbereich konzipiert werden. Deswegen müssen Interessenten mit etwa 5.000 Euro und mehr rechnen.

Zudem sind manche Förderprogramme, die die Kosten für Bedürftige schmälern, nur bei Treppenliften im Hausinneren anwendbar. Dennoch besteht natürlich die Option einer Bezuschussung entsprechend §40 Abs. 4 SGB XI. Aktuell sind bis zu 4.000 Euro Bezuschussung für Bedürftige vorgesehen (Stand 2015).

Die Besonderheiten von Treppenliften für den Außenbereich sind untenstehend noch einmal kurz und knapp zusammengefasst zu finden:

  • preislich etwas teurer als Modelle für den Innenbereich
  • (fast) alle gängigen Treppenliftmodelle im Außenbereich nutzbar
  • erschließen Hauszugänge im Vorgarten und Garten
  • weisen Feuchtigkeit, Wasser und Hitze ab
  • Antrieb vor Wind und Wetter besonders geschützt
  • Bezuschussung nicht immer gewährleistet